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SpritverbrauchsrechnerSpritverbrauchsrechner

Getankte Liter und gefahrene Kilometer eintragen – die Auswahl „Verbrauch“ liefert den tatsächlichen Verbrauch je 100 km, auf zwei Nachkommastellen. Über „Reichweite“ rechnet derselbe Rechner aus, wie weit eine Tankfüllung bei diesem Verbrauch reicht. Die Kosten einer Fahrt stehen auf dem Spritkostenrechner.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Verbrauch ist eine Division: getankte Liter ÷ gefahrene Kilometer × 100. 42 Liter auf 600 km sind 7,0 l/100 km. Dafür steht der Rechner in der Auswahl „Verbrauch“.
  • Verlässlich ist nur die Volltank-Methode: randvoll tanken, Kilometerstand notieren, fahren, wieder randvoll tanken. Der Bordcomputer zeigt in der Regel zu wenig an.
  • Der Prospektwert nach WLTP liegt unter dem Alltag: Neue Benziner verbrauchten im ersten Jahr 23,7 % mehr als im Prüfverfahren, Diesel 18,1 % mehr.
  • Aus dem Verbrauch folgt die Reichweite: Tankinhalt ÷ Verbrauch × 100. Mit 45 Litern kommt ein Wagen mit 6,5 l/100 km 692 km weit.

So rechnet der Verbrauchsrechner

Der Rechner hat drei Aufgaben, umgeschaltet über die Auswahl „Was soll berechnet werden?“. Für diese Seite zählen die beiden, die vom Verbrauch handeln; die Kosten einer Fahrt rechnet der Spritkostenrechner.

Verbrauch und Reichweite: die Formeln des Rechners
Auswahl Sie geben ein Formel Ausgabe
Verbrauch (l/100 km) getankte Menge, gefahrene Strecke, Mitfahrende Menge ÷ Strecke × 100 Liter je 100 km, auf zwei Nachkommastellen; dazu der Verbrauch je Person
Reichweite (km) Spritmenge im Tank, Verbrauch je 100 km Spritmenge ÷ Verbrauch × 100 Kilometer, auf ganze Kilometer gerundet
Formeln und Rundung aus dem Quellcode des Rechners, geprüft am 11.09.2026. Beim Aufruf steht die Auswahl auf „Spritkosten“; für die Verbrauchsrechnung einmal umschalten.

Die Angabe „Mitfahrende“ teilt den Verbrauch durch die Zahl der Personen im Wagen. Das ergibt den Verbrauch je beförderter Person – die Größe, mit der sich eine voll besetzte Fahrgemeinschaft mit Bahn oder Fernbus vergleichen lässt. Auf den Verbrauch des Fahrzeugs selbst hat die Zahl keinen Einfluss.

Den Verbrauch richtig messen

Die Formel ist einfach, die Messung ist es nicht. Der Wert wird nur so genau wie die beiden Zahlen, die hineingehen, und beide haben Fehlerquellen.

Die getankte Menge stimmt nur, wenn der Tank bei beiden Tankvorgängen gleich voll war. Deshalb die Volltank-Methode: beim ersten Tanken bis zum Abschalten der Zapfpistole füllen, den Kilometerstand notieren oder den Tageskilometerzähler auf null stellen, normal fahren, dann an derselben Zapfsäule wieder bis zum Abschalten füllen. Die zweite Tankmenge ist der Verbrauch für die gefahrene Strecke. Verschiedene Zapfsäulen schalten unterschiedlich früh ab, und ein Wagen, der beim Tanken schief steht, nimmt mehr oder weniger auf – beides verfälscht Einzelmessungen um einen halben Liter und mehr.

Die Strecke sollte lang genug sein, damit solche Abweichungen nicht durchschlagen. Bei 300 km wirkt ein halber Liter Tankdifferenz als 0,17 l/100 km; bei 100 km wären es 0,5 l. Wer es genau wissen will, misst über mehrere Tankfüllungen hinweg und trägt die Summe der Liter und die Summe der Kilometer ein – der Rechner nimmt auch 2.000 km und 140 Liter.

Ein Beispiel: 38,5 Liter nach 512 km ergeben 38,5 ÷ 512 × 100 = 7,52 l/100 km. Bei einer Jahresfahrleistung von 15.000 km sind das 1.128 Liter.

Warum Bordcomputer und Prospekt etwas anderes sagen

Der Bordcomputer berechnet den Verbrauch aus der Einspritzmenge, die das Steuergerät ansteuert – nicht aus dem, was tatsächlich durch die Düsen fließt. Die Anzeige weicht daher systematisch ab, und zwar bei den meisten Fahrzeugen nach unten. Zeigt der Bordcomputer 6,5 l/100 km und die Volltank-Messung 7,2, liegt die Anzeige knapp 11 % zu niedrig. Die Messung an der Zapfsäule gilt; der Bordcomputer taugt, um Veränderungen der eigenen Fahrweise zu beobachten.

Der Prospektwert ist eine andere Größe. Der Kraftstoffverbrauch neuer Pkw wird nach dem WLTP-Prüfverfahren ermittelt (Verordnung (EU) 2017/1151), so schreibt es die Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung für alle Angaben in Werbung und Verkaufsraum vor. Das Verfahren läuft auf dem Prüfstand nach einem festen Fahrprofil – ohne Gegenwind, ohne Klimaanlage, ohne Dachbox, ohne Stau.

Wie groß der Abstand zum Alltag ist, misst die EU inzwischen selbst: Seit 2021 zeichnet jeder neue Pkw seinen realen Verbrauch an Bord auf, und die Hersteller und Prüforganisationen übermitteln die Daten an die Europäische Umweltagentur. Der erste Bericht der Europäischen Kommission dazu, für die 2021 zugelassenen Fahrzeuge im ersten Nutzungsjahr, ergab im Durchschnitt 7,89 l/100 km bei Benzinern gegenüber 6,38 nach WLTP – ein Abstand von 23,7 % – und 6,88 gegenüber 5,82 bei Dieseln, also 18,1 %. Bei Plug-in-Hybriden lag der reale Verbrauch beim Dreieinhalbfachen des Prüfwerts, weil sie seltener geladen werden, als das Verfahren unterstellt.

Für die eigene Rechnung heißt das: Als Eingabe für die Reichweite oder für die Kostenrechnung taugt der Prospektwert nicht. Der gemessene Wert aus dem Abschnitt darüber ist die einzige Zahl, die zu diesem Wagen und dieser Fahrweise gehört.

Verbrauch umrechnen: l/100 km, km/l, mpg und CO₂

In Deutschland gilt Liter je 100 Kilometer, in vielen anderen Ländern die umgekehrte Größe: Kilometer je Liter oder Meilen je Gallone. Beides lässt sich ineinander umrechnen, und aus dem Verbrauch folgt außerdem der CO₂-Ausstoß, weil ein Liter Kraftstoff beim Verbrennen eine feste Menge CO₂ freisetzt.

Umrechnung des Verbrauchs und CO₂-Ausstoß je Kilometer
l/100 km km je Liter mpg (US) CO₂ Benzin CO₂ Diesel
5,0 20,0 47,0 120 g/km 134 g/km
6,0 16,7 39,2 144 g/km 161 g/km
7,0 14,3 33,6 168 g/km 187 g/km
8,0 12,5 29,4 192 g/km 214 g/km
10,0 10,0 23,5 239 g/km 268 g/km
km je Liter = 100 ÷ Verbrauch; mpg (US) = 235,215 ÷ Verbrauch; CO₂ = Verbrauch × 2,394 kg (Benzin) bzw. 2,676 kg (Diesel) je Liter ÷ 100. CO₂-Gehalt aus den Standardwerten der Anlage 2 EBeV 2030. Stand: 11.09.2026.

Zwei Fallen beim Umrechnen: Die britische Gallone ist größer als die amerikanische, deshalb liegen britische mpg-Werte um ein Fünftel höher (282,481 ÷ Verbrauch statt 235,215). Und Diesel stößt je Liter mehr CO₂ aus als Benzin, obwohl Dieselfahrzeuge meist weniger Liter brauchen – ein Diesel mit 6,0 l/100 km liegt mit 161 g/km über einem Benziner mit 6,5 l/100 km (156 g/km).

Reichweite und Reserve

Die Reichweite ist der Verbrauch rückwärts gerechnet: Tankinhalt geteilt durch Verbrauch, mal 100. Ein 50-Liter-Tank reicht bei 7,0 l/100 km rund 714 km, bei 9,0 l/100 km nur 556 km. Im Rechner ist das die Auswahl „Reichweite“; als Spritmenge tragen Sie ein, was wirklich im Tank ist – nach dem Volltanken das Tankvolumen aus der Betriebsanleitung, unterwegs die Restmenge, die die Tankanzeige noch hergibt.

Für die Planung einer Fahrt zählt die Reichweite bis zur Reserve, nicht bis zum leeren Tank. Wie viel Kraftstoff die Reserveanzeige noch meldet, steht in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs; bei 5 Litern Restmenge und 7,0 l/100 km bleiben rechnerisch 71 km – auf der Autobahn bei höherem Verbrauch entsprechend weniger. Wer die Reichweite mit dem Autobahnverbrauch statt mit dem Jahresdurchschnitt rechnet, kommt der Wahrheit näher.

Was den Verbrauch bestimmt

Der Verbrauch desselben Wagens schwankt mit der Fahrweise um mehrere Liter. Den größten Hebel hat die Geschwindigkeit: Der Luftwiderstand wächst mit dem Quadrat des Tempos, sodass die Fahrt mit 160 km/h deutlich mehr Kraftstoff je Kilometer verlangt als mit 120 km/h. Danach kommen Kurzstrecken mit kaltem Motor, häufiges Beschleunigen und Bremsen im Stadtverkehr, Dachboxen und Fahrradträger, zu niedriger Reifendruck, Ballast im Kofferraum und die Klimaanlage.

Was die einzelnen Maßnahmen bringen, lässt sich nur am eigenen Wagen messen – und genau dafür eignet sich der Rechner: über zwei, drei Tankfüllungen den Verbrauch mit und ohne Dachbox, mit vorausschauender Fahrweise oder mit korrigiertem Reifendruck bestimmen. Ein Liter weniger je 100 km sind bei 15.000 km im Jahr 150 Liter; was das in Euro bedeutet, hängt vom Literpreis ab und steht auf der Spritkosten-Seite.

Was der Rechner nicht abdeckt

Der Rechner kennt nur Liter. Elektroautos verbrauchen Kilowattstunden je 100 km, und die Ladeverluste an der Wallbox kommen zum Anzeigewert des Fahrzeugs hinzu – dafür ist er nicht gebaut. Bei Plug-in-Hybriden lässt sich zwar der Kraftstoffanteil messen, der Stromanteil bleibt außen vor.

Er rechnet außerdem keine Kosten und keine Steuern. Die Spritkosten einer Fahrt, den Steueranteil am Literpreis und die Aufteilung auf eine Fahrgemeinschaft behandelt der Spritkostenrechner; die steuerliche Seite des Arbeitswegs der Pendlerpauschale-Rechner; die Kfz-Steuer, die vom CO₂-Ausstoß abhängt, der Kfz-Steuer-Rechner.

Getankte Liter durch die seit dem letzten Volltanken gefahrenen Kilometer teilen und mal 100 nehmen. 42 Liter auf 600 km sind 7,0 l/100 km. Im Rechner: Auswahl „Verbrauch“, Menge und Strecke eintragen.

Auf die Nachkommastelle genau nur über längere Strecken. Ein halber Liter Unterschied beim Abschalten der Zapfpistole verfälscht das Ergebnis auf 100 km um 0,5 l/100 km, auf 300 km nur um 0,17. Mehrere Tankfüllungen zusammen eingetragen glätten solche Abweichungen.

Der Prospektwert entsteht auf dem Prüfstand nach dem WLTP-Verfahren. Die EU-Kommission hat aus den Bordverbrauchsdaten der 2021 zugelassenen Pkw einen Mehrverbrauch von 23,7 % bei Benzinern und 18,1 % bei Dieseln im Alltag ermittelt; Plug-in-Hybride lagen beim Dreieinhalbfachen.

Meist nicht genau: Der Bordcomputer rechnet mit der angesteuerten Einspritzmenge, nicht mit dem tatsächlich getankten Kraftstoff, und zeigt in der Regel zu wenig an. Maßgeblich ist die Messung an der Zapfsäule.

Kilometer je Liter sind 100 geteilt durch den Verbrauch: 7 l/100 km entsprechen 14,3 km/l. Amerikanische Meilen je Gallone sind 235,215 geteilt durch den Verbrauch, also 33,6 mpg; britische 282,481 geteilt durch den Verbrauch, also 40,4 mpg.

Tankinhalt geteilt durch den Verbrauch, mal 100. Mit 45 Litern und 6,5 l/100 km sind das 692 km. Für die Planung zählt die Strecke bis zur Reserve, und auf der Autobahn ist der Verbrauch höher als im Durchschnitt.

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