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PayPal-Gebührenrechner

Beim Bezahlen mit Käuferschutz zahlt nicht die kaufende, sondern die empfangende Seite – 2,49 % + 0,35 € auf einem Privatkonto, 2,99 % + 0,39 € auf einem Geschäftskonto. Wählen Sie Kontoart und Art der Transaktion, tragen Sie den Betrag ein: Der Rechner zeigt die Gebühr, den Restbetrag und den Betrag, den Sie verlangen müssen, damit unter dem Strich Ihr Wunschbetrag steht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wer privat bei „Freunde und Familie“ Geld sendet oder empfängt, zahlt im Inland nichts. Gebühren entstehen erst bei „Waren und Dienstleistungen“ – und zwar beim Empfänger.
  • Für den Empfang einer Zahlung mit Käuferschutz zieht PayPal einem Privatkonto 2,49 % + 0,35 € ab, einem Geschäftskonto 2,99 % + 0,39 € (Stand: 10.09.2026).
  • Von 100 € bleiben damit 97,16 € beziehungsweise 96,62 € übrig.
  • Wer netto 100 € behalten will, muss 102,91 € verlangen – nicht 102,84 €. Den Unterschied rechnet der dritte Ergebnisblock des Rechners aus.
  • Die Auszahlung auf das eigene Bankkonto ist kostenlos, die auf eine Karte kostet 1,00 %, mindestens 0,25 € und höchstens 10,00 €.

Welche Gebühr wann anfällt

PayPal knüpft die Gebühr nicht an den Betrag, sondern an die Art der Zahlung und an die Kontoart des Empfängers. Vier Fälle decken den Alltag ab.

PayPal-Gebühren im Inland, Stand 10.09.2026
Vorgang Wer zahlt Gebühr
Geld senden und empfangen („Freunde und Familie“) niemand kostenlos, solange keine Währung umgerechnet wird
Waren oder Dienstleistungen kaufen niemand für die kaufende Seite kostenlos
Waren oder Dienstleistungen verkaufen, Privatkonto Empfänger 2,49 % + 0,35 €
Waren oder Dienstleistungen verkaufen, Geschäftskonto Empfänger 2,99 % + 0,39 €
Quelle: PayPal-Gebührenseiten für Privat- und Geschäftskunden, abgerufen am 10.09.2026. Der Geschäftssatz gilt für „PayPal Checkout“ und alle übrigen geschäftlichen Transaktionen.

Die feste Gebühr von 0,35 € beziehungsweise 0,39 € fällt je Zahlung an, nicht je Tag und nicht je Monat. Sie fällt bei kleinen Beträgen ins Gewicht: Bei 25 € macht die Gesamtgebühr auf einem Privatkonto 0,97 € aus, also 3,9 % – bei 500 € sind es 12,80 € und damit 2,6 %.

„Waren und Dienstleistungen“: wer den Käuferschutz bezahlt

Der häufigste Irrtum beim Bezahlen mit PayPal: Der Käuferschutz koste den Käufer Geld. Er kostet ihn nichts. Wer eine Zahlung als „Waren oder Dienstleistungen“ sendet, überweist genau den Betrag, der im Kaufvertrag steht. Die Gebühr zieht PayPal auf der anderen Seite ab – beim Empfänger, aus dem eingehenden Betrag.

Praktisch heißt das für einen Privatverkauf über ein Kleinanzeigenportal: Wer 100 € für ein Fahrrad vereinbart und die Zahlung mit Käuferschutz erhält, bekommt 97,16 € gutgeschrieben. Die fehlenden 2,84 € sind der Preis dafür, dass die kaufende Seite bei Nichtlieferung ihr Geld zurückverlangen kann.

Die kostenlose Alternative „Freunde und Familie“ ist deshalb kein Sonderangebot, sondern der Verzicht auf genau diesen Schutz. Fordert eine unbekannte Gegenseite ausdrücklich diesen Weg, ist das kein Sparangebot, sondern das erste Warnzeichen: Eine so gesendete Zahlung lässt sich über PayPal nicht zurückholen.

Wie stark die feste Gebühr wiegt, hängt allein am Betrag:

Was beim Empfänger ankommt – Zahlung mit Käuferschutz, Stand 10.09.2026
Zahlung Privatkonto: es bleiben Geschäftskonto: es bleiben
25,00 € 24,03 € (3,89 % Gebühr) 23,86 € (4,55 %)
50,00 € 48,41 € (3,19 %) 48,12 € (3,77 %)
100,00 € 97,16 € (2,84 %) 96,62 € (3,38 %)
250,00 € 243,43 € (2,63 %) 242,13 € (3,15 %)
500,00 € 487,20 € (2,56 %) 484,66 € (3,07 %)
1.000,00 € 974,75 € (2,53 %) 969,71 € (3,03 %)
Eigene Berechnung mit 2,49 % + 0,35 € (Privatkonto) und 2,99 % + 0,39 € (Geschäftskonto), Inlandszahlung ohne Währungsumrechnung.

Unter 50 € liegt die effektive Belastung also spürbar über dem genannten Prozentsatz – bei sehr kleinen Beträgen nähert sie sich der festen Gebühr an.

Für die Steuerseite eines gewerblichen Verkaufs – Umsatzsteuer, Kleinunternehmerregelung, Einnahmen-Überschuss-Rechnung – ist nicht die Gebühr die entscheidende Größe, sondern der Umsatz. Der Mehrwertsteuer-Rechner trennt Netto und Brutto.

Was der Rechner ausgibt

Oben wählen Sie die Kontoart – „Privat“ oder „Geschäftlich“ – und danach die Art der Transaktion. Erst diese zweite Auswahl schaltet die Rechnung frei; solange dort „Auswählen“ steht, bleiben alle Ergebnisse bei null. Der Betrag ist mit 100 € vorbelegt.

Das Ergebnis erscheint in drei Blöcken:

  • Berechnungsgrundlage – der eingegebene Betrag, die feste Gebühr und der prozentuale Satz, dazu ein Satz, welches Gebührenmodell gerade greift. Dieser Block ist die Kontrolle: Steht dort ein anderer Satz als erwartet, ist die falsche Kontoart eingestellt.
  • Ergebnis – die Gebühr in Euro und der Restbetrag, der tatsächlich ankommt.
  • Gebühren für gewünschten Betrag addieren – der umgekehrte Weg: welchen Betrag Sie in Rechnung stellen müssen, damit nach Abzug der Gebühr der gewünschte Betrag übrig bleibt.

Wählen Sie „Geldentnahme aus PayPal“, erscheint ein zusätzliches Feld für das Ziel der Auszahlung, weil sich die Gebühr allein danach richtet.

Gebühr aufschlagen ist nicht Gebühr abziehen

Wer den gewünschten Betrag netto behalten will, darf die Gebühr nicht einfach oben draufrechnen. Der Aufschlag erhöht den Betrag – und damit auch die prozentuale Gebühr auf diesen Betrag.

Der naive Weg für 100 € auf einem Privatkonto: 2,49 % plus 0,35 € ergeben 2,84 €, in Rechnung gestellt werden 102,84 €. Davon zieht PayPal aber 2,91 € ab, es bleiben 99,93 €. Sieben Cent fehlen.

Richtig ist die Umkehrung der Gebührenformel:

Rechnungsbetrag = (Wunschbetrag + Festgebühr) ÷ (100 − Prozentsatz) × 100

Für 100 € auf einem Privatkonto: (100 + 0,35) ÷ 97,51 × 100 = 102,91 €. Auf einem Geschäftskonto sind es 103,48 €. Genau diese Zahl steht im dritten Ergebnisblock unter „Überweisungsbetrag“.

Geld aus PayPal herausholen

Für die Auszahlung gilt dieselbe Regel für Privat- und Geschäftskonten.

Auszahlung aus dem PayPal-Guthaben, Stand 10.09.2026
Ziel Gebühr
Lokales Bankkonto, Standard oder sofort kostenlos, solange keine Währung umgerechnet wird
Debit- oder Kreditkarte 1,00 % des Betrags, mindestens 0,25 €, höchstens 10,00 €
Bankkonto in den USA 3,00 %
Quelle: PayPal-Gebührenseiten für Privat- und Geschäftskunden, abgerufen am 10.09.2026. Die Angaben gelten, solange keine Währung umgerechnet wird.

Die Mindest- und die Höchstgebühr verschieben die Rechnung an beiden Enden: Bis 25 € zahlen Sie immer 0,25 €, ab 1.000 € immer 10,00 €. Eine Auszahlung von 2.000 € auf eine Karte kostet damit dasselbe wie eine von 1.000 € – bei 20 € dagegen sind die 0,25 € bereits 1,25 % des Betrags.

Zahlungen ins Ausland und Währungsumrechnung

Zwei Aufschläge kennt der Rechner nicht, weil sie von Ländern und Währungen abhängen.

Beim Empfang geschäftlicher Zahlungen aus dem Ausland steigt der prozentuale Satz je nach Herkunft der zahlenden Seite: aus dem Europäischen Wirtschaftsraum kommt nichts hinzu, aus Großbritannien 1,29 Prozentpunkte, aus den USA und Kanada 1,99 und aus allen übrigen Märkten 2,99 (Stand: 10.09.2026). Für den Käuferschutz-Verkauf an eine Kundin in der Schweiz zahlt ein Geschäftskonto also nicht 2,99 %, sondern 5,98 % zuzüglich der Festgebühr.

Beim privaten Senden ins Ausland – also „Freunde und Familie“ über den Europäischen Wirtschaftsraum hinaus – berechnet PayPal 5,00 % des Betrags, mindestens 0,99 € und höchstens 3,99 €.

Muss eine Währung umgerechnet werden, kommt ein Aufschlag auf den Basiswechselkurs obendrauf; für die Umrechnung von Guthaben auf einem Geschäftskonto nennt PayPal 3 % (Stand: 10.09.2026). Der Aufschlag steckt im Kurs und taucht in der Gebührenzeile der Transaktion nicht auf – ein Grund, warum Auslandszahlungen im Nachhinein oft teurer wirken als gedacht.

Was der Rechner nicht abbildet

Der Rechner deckt die vier Standardfälle und die Auszahlung ab. Nicht enthalten sind:

  • die eben genannten Auslandsaufschläge und die Währungsumrechnung,
  • Sonderkonditionen aus einer eigenen Vereinbarung mit PayPal – die Sätze oben sind die veröffentlichten Standardsätze, Händler mit gesonderter Vereinbarung rechnen nach ihrer eigenen ab,
  • abweichende Sätze für Spenden, Ratenzahlungsangebote und den Rechnungskauf mit Ratepay,
  • die Abgleichgebühr, die PayPal Verkäufern bei einer Rückbuchung einer Kartenzahlung berechnet.

Und eine Selbstverständlichkeit, die im Streitfall zählt: Maßgeblich ist immer die Gebührenübersicht, die PayPal zum Zeitpunkt der Zahlung veröffentlicht. Der Rechner bildet den Stand vom 10.09.2026 ab.

Quellen

  • PayPal, „PayPal-Gebühren für Privatkunden“ – Empfang von Inlandstransaktionen, persönliche Transaktionen, Entnahmen, Währungsumrechnung. Abgerufen am 10.09.2026.
  • PayPal, „PayPal-Gebühren für Geschäftskunden“ – PayPal Checkout und alle übrigen geschäftlichen Transaktionen, Auszahlung aus dem Geschäftskonto. Abgerufen am 10.09.2026.
  • Die Rechenbeispiele sind mit den Sätzen dieser beiden Übersichten nachgerechnet.

Die kaufende Seite zahlt nichts. Die Gebühr trägt der Empfänger: 2,49 % + 0,35 € auf einem Privatkonto, 2,99 % + 0,39 € auf einem Geschäftskonto (Stand: 10.09.2026). Von 100 € kommen damit 97,16 € beziehungsweise 96,62 € an.

Für eine Zahlung mit Käuferschutz 2,84 € auf einem Privatkonto und 3,38 € auf einem Geschäftskonto. Beim Senden an Freunde und Familie im Inland fällt keine Gebühr an.

Im Inland ja, solange keine Währung umgerechnet wird. Dafür entfällt der Käuferschutz: Eine so gesendete Zahlung lässt sich über PayPal nicht zurückholen. Ins Ausland kostet dieser Weg 5,00 % des Betrags, mindestens 0,99 € und höchstens 3,99 €.

Nicht einfach addieren, sondern (Wunschbetrag + Festgebühr) ÷ (100 − Prozentsatz) × 100. Für 100 € netto auf einem Privatkonto sind das 102,91 €. Wer stattdessen 102,84 € verlangt, behält nur 99,93 €.

Auf ein lokales Bankkonto nichts, auch bei der Sofort-Auszahlung. Auf eine Debit- oder Kreditkarte 1,00 % des Betrags, mindestens 0,25 € und höchstens 10,00 €.

Häufigste Gründe: eine Zahlung aus dem Ausland (dann steigt der Prozentsatz um 1,29 bis 2,99 Punkte), eine Währungsumrechnung, oder eine eigene Vereinbarung mit PayPal mit anderen Sätzen. Auch Spenden, Ratenzahlungsangebote und der Rechnungskauf mit Ratepay werden anders abgerechnet.

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