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  3. Rabattrechner: Rabatt in Prozent und Euro berechnen

RabattrechnerRabattrechner

Preis und Rabattsatz eintragen – der ermäßigte Preis und die Ersparnis in Euro erscheinen sofort. Über die Auswahl „Berechnung“ rechnet der Rechner auch rückwärts: den Originalpreis aus dem reduzierten Preis oder den Rabattsatz aus zwei Preisen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Rabattrechner beherrscht drei Richtungen: ermäßigter Preis aus Preis und Rabattsatz, Originalpreis aus ermäßigtem Preis und Rabattsatz, Rabattsatz aus beiden Preisen. Den Rabatt in Euro zeigt er immer mit.
  • Zwei Rabatte hintereinander addieren sich nicht: 20 % plus 10 % sind 28 %, nicht 30 %. Der zweite Rabatt wird vom bereits reduzierten Preis gerechnet.
  • Ob ein Rabatt vor oder nach der Mehrwertsteuer abgezogen wird, ändert am Endpreis nichts – 119 € minus 10 % sind 107,10 €, egal in welcher Reihenfolge.
  • Händler müssen bei jeder beworbenen Preisermäßigung den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage angeben. Ein „Rabatt“ auf einen kurz zuvor erhöhten Preis ist keiner.

Drei Rechenwege, eine Rechnung

Jeder Rabatt verbindet drei Größen: den Preis vor dem Rabatt, den Rabattsatz in Prozent und den Preis danach. Kennt man zwei, folgt die dritte. Der Rechner fragt über die Auswahl „Berechnung“, welche der drei er ausrechnen soll.

Die drei Rechenwege des Rabattrechners
Berechnung Formel Beispiel
Ermäßigter Preis Basispreis − Basispreis × Rabatt ÷ 100 200 € mit 10 % → 180,00 €
Basispreis Ermäßigter Preis ÷ (100 − Rabatt) × 100 180 € nach 10 % → 200,00 €
Rabatt 100 − Ermäßigter Preis ÷ Basispreis × 100 230 € für 199 € → 13,48 %
Formeln aus dem Quellcode des Rechners; alle Ergebnisse auf zwei Nachkommastellen. Beim Aufruf steht der Rechner auf „Ermäßigter Preis“ mit 200 € und 10 %. Geprüft am 11.09.2026.

In jeder Richtung erscheint zusätzlich die Zeile „Rabatt in €“ – die Differenz zwischen beiden Preisen. Das ist meist die Zahl, die im Laden interessiert: nicht, dass es 13 % waren, sondern dass 31 € gespart wurden.

Eine Eigenheit lohnt den Hinweis: Trägt man im Modus „Rabatt“ einen ermäßigten Preis ein, der über dem Basispreis liegt, gibt der Rechner einen negativen Rabattsatz aus. Aus 200 € und 230 € werden −15 %. Das ist kein Fehler, sondern ein Aufschlag – dieselbe Rechnung mit umgekehrtem Vorzeichen.

Rechenbeispiele aus dem Alltag

Typische Rabattrechnungen
Situation Rechnung Ergebnis
Jacke für 149,99 €, 30 % reduziert 149,99 × 0,70 104,99 €, Ersparnis 45,00 €
Schuhe für 79,80 €, 25 % Gutschein 79,80 × 0,75 59,85 €, Ersparnis 19,95 €
Notebook für 1.299 €, halber Preis 1.299 × 0,50 649,50 €
An der Kasse 34 € bezahlt nach 20 % Rabatt – was stand auf dem Etikett? 34 ÷ 0,80 42,50 €
Statt 230 € jetzt 199 € – wie viel Prozent sind das? 1 − 199 ÷ 230 13,48 %
Eigene Berechnungen nach den Formeln oben. Stand: 11.09.2026.

Die zweitletzte Zeile ist der Fall, für den der Modus „Basispreis“ da ist – und der Fall, in dem am häufigsten falsch gerechnet wird. Wer zu den 34 € einfach 20 % addiert, kommt auf 40,80 € statt 42,50 €. Der Rabatt wurde vom Originalpreis genommen, also muss auch der Rückweg vom Originalpreis ausgehen: 34 € sind 80 % davon.

Rabatt auf Rabatt: Prozente addieren sich nicht

„20 % reduziert, an der Kasse nochmal 10 % auf alles“ klingt nach 30 %. Tatsächlich sind es 28 %: Der zweite Rabatt gilt für den schon reduzierten Preis. Von 100 € bleiben nach 20 % noch 80 €, davon gehen 10 % ab – 8 €, nicht 10 €. Endpreis 72 €.

Die allgemeine Regel: Bei zwei Rabatten a und b bleibt vom Preis der Anteil (1 − a) × (1 − b). Zwei Rabatte von je 15 % ergeben 0,85 × 0,85 = 72,25 % des Preises, also 27,75 % Nachlass. Zwei Rabatte von je 50 % ergeben nicht null, sondern 25 % des Preises.

Mit dem Rechner geht das in zwei Schritten: erst den ermäßigten Preis nach dem ersten Rabatt berechnen, dann diesen Wert als Basispreis für den zweiten eintragen. Oder in einem Schritt den kombinierten Satz: für 20 % und 10 % sind das 28 %.

Dieselbe Asymmetrie gilt in die andere Richtung. Ein Preis, der um 20 % gesenkt und dann um 20 % angehoben wird, landet nicht beim Ausgangswert, sondern bei 96 % davon – die 20 % Aufschlag beziehen sich auf die kleinere Zahl.

Prozent, Prozentpunkte und Euro

Ein Rabatt von 10 € auf 50 € ist ein Rabatt von 20 %; derselbe Betrag auf 200 € sind 5 %. Ob ein Angebot in Euro oder in Prozent lockt, sagt daher nichts darüber, welches günstiger ist – erst die Umrechnung auf denselben Ausgangspreis macht Angebote vergleichbar. Dafür ist der Modus „Rabatt“ gedacht: Basispreis und ermäßigter Preis eintragen, der Prozentsatz erscheint.

Vorsicht bei Formulierungen wie „5 % mehr Rabatt“. Steigt ein Rabatt von 20 % auf 25 %, sind das 5 Prozentpunkte, aber 25 % mehr Nachlass (25 ÷ 20 = 1,25). Und wer von einem Preis „100 % Rabatt“ verspricht, verschenkt die Ware – mehr als 100 % gibt es nicht, weil der Rabatt nie größer sein kann als der Preis, von dem er abgeht.

Rabatt und Mehrwertsteuer

Eine häufige Frage im Geschäftsverkehr: Wird der Rabatt vom Netto- oder vom Bruttopreis abgezogen? Für den Endbetrag ist das gleichgültig, weil beide Rechnungen dieselbe Multiplikation sind, nur in anderer Reihenfolge. 100 € netto plus 19 % Mehrwertsteuer sind 119 €; 10 % Rabatt darauf ergeben 107,10 €. Umgekehrt: 100 € minus 10 % sind 90 €, plus 19 % ebenfalls 107,10 €.

Steuerlich mindert ein Rabatt das Entgelt und damit die Bemessungsgrundlage der Umsatzsteuer (§ 10 Abs. 1 UStG). Wird der Nachlass erst nach der Rechnungsstellung gewährt – etwa ein Jahresbonus oder ein nachträglich gezogenes Skonto –, muss der Unternehmer die abgeführte Umsatzsteuer berichtigen, und der Kunde seinen Vorsteuerabzug (§ 17 Abs. 1 UStG). Auf der Rechnung sollte der Rabatt deshalb als eigene Zeile vor der Umsatzsteuer stehen. Wer Netto- und Bruttobeträge auseinanderrechnen will, findet dafür den Mehrwertsteuer-Rechner.

Skonto: der Rabatt fürs schnelle Zahlen

Skonto ist ein Preisnachlass für Zahlung innerhalb einer kurzen Frist – „2 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen, 30 Tage netto“ ist die klassische Formel. Rechnerisch ist Skonto ein gewöhnlicher Rabatt: 1.000 € minus 2 % sind 980 €, im Rechner als „Ermäßigter Preis“ mit Rabattsatz 2.

Interessant wird Skonto, wenn man ihn als Zins betrachtet. Wer die 980 € nach 10 Tagen statt 1.000 € nach 30 Tagen zahlt, bekommt für 20 Tage früheres Zahlen 20 € Nachlass auf 980 € – das entspricht 2,04 % für 20 Tage oder, aufs Jahr hochgerechnet, rund 36,7 % Jahreszins (2 ÷ 98 × 360 ÷ 20). Kaum ein Kontokorrentkredit kostet so viel; Skonto zu ziehen lohnt sich deshalb fast immer, selbst wenn dafür das Konto kurz überzogen wird.

Anders als der Rabatt ist Skonto keine gesetzliche Größe. Frist und Satz stehen im Vertrag oder auf der Rechnung, und ohne eine solche Vereinbarung gibt es keinen Anspruch darauf.

Was ein beworbener Rabatt sein muss

Wer gegenüber Verbrauchern mit einer Preisermäßigung wirbt, muss den niedrigsten Gesamtpreis nennen, den er in den letzten 30 Tagen vor der Ermäßigung verlangt hat (§ 11 Abs. 1 Preisangabenverordnung). Ein durchgestrichener Preis darf also nicht der Preis von vorgestern sein, wenn die Ware eine Woche zuvor billiger war. Bei einer schrittweise steigenden Ermäßigung – „diese Woche 20 %, nächste Woche 30 %“ – darf durchgehend der Preis vor Beginn der Aktion genannt werden (§ 11 Abs. 2). Ausgenommen sind individuelle Nachlässe für einzelne Kunden und Preissenkungen bei verderblicher Ware (§ 11 Abs. 4).

Angegeben werden muss dabei immer der Gesamtpreis einschließlich Umsatzsteuer und aller sonstigen Preisbestandteile (§ 3 PAngV). Ein Rabatt, der sich auf einen Nettopreis bezieht, den der Verbraucher gar nicht zahlt, ist irreführend – und nach § 5 Abs. 5 UWG wird vermutet, dass die Werbung mit einer Preissenkung irreführend ist, wenn der höhere Preis nur für unangemessen kurze Zeit gefordert wurde.

Für die eigene Rechnung heißt das: Der „Basispreis“ im Rechner ist der Preis, der wirklich verlangt wurde, nicht die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers. Ein Rabatt gegenüber einer Empfehlung, die nie jemand gezahlt hat, sagt über die Ersparnis wenig.

Was der Rechner nicht abbildet

Der Rabattrechner rechnet einen Rabatt auf einen Preis. Rabattstaffeln – 3 % ab 500 €, 5 % ab 1.000 € – müssen Sie Stufe für Stufe eintragen; er kennt keine Mengengrenzen. Bei 999 € Bestellwert bleiben nach 3 % 969,03 €, bei 1.000 € nach 5 % nur 950 € – manchmal lohnt es sich, die Bestellung um einen Euro aufzustocken.

Für allgemeine Prozentaufgaben – Anteil, Prozentwert, prozentuale Zu- oder Abnahme zwischen zwei Werten – ist der Prozentrechner das passende Werkzeug. Der Rabattrechner ist der Spezialfall davon, in dem der Prozentsatz immer vom Ausgangspreis abgezogen wird.

Ermäßigten Preis durch den Originalpreis teilen, das Ergebnis von 1 abziehen und mal 100 nehmen. 199 € statt 230 € sind 1 − 199 ÷ 230 = 13,48 % Rabatt. Im Rechner ist das die Berechnung „Rabatt“.

Den reduzierten Preis durch (100 minus Rabattsatz) teilen und mal 100 nehmen. 34 € nach 20 % Rabatt: 34 ÷ 80 × 100 = 42,50 €. Wer stattdessen 20 % auf 34 € aufschlägt, kommt auf falsche 40,80 €.

Nein, es sind 28 %. Der zweite Rabatt wird vom bereits reduzierten Preis gerechnet: Von 100 € bleiben nach 20 % 80 €, nach weiteren 10 % 72 €.

Für den Endpreis ist das egal: 100 € netto plus 19 % Mehrwertsteuer minus 10 % ergibt 107,10 €, ebenso wie 100 € minus 10 % plus Mehrwertsteuer. Auf der Rechnung steht der Rabatt üblicherweise vor der Umsatzsteuer, weil er das Entgelt mindert.

Skonto ist ein Rabatt, der nur bei Zahlung innerhalb einer kurzen Frist gewährt wird, typisch 2 % innerhalb von 10 Tagen. Aufs Jahr gerechnet entspricht das einem Zins von rund 37 % – Skonto zu nutzen lohnt sich fast immer.

Bei jeder beworbenen Preisermäßigung muss der niedrigste Gesamtpreis der letzten 30 Tage angegeben werden (§ 11 Preisangabenverordnung). Ein Rabatt, der sich auf einen gerade erst erhöhten Preis bezieht, ist damit als solcher erkennbar – und die Werbung damit gilt als irreführend.

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